Projektbeschreibung

Mehrfamilienhaus in Bayern zum Energieüberschusshaus saniert

18.06.2013

Mitte Juni geht die Solaranlage von Bayerns erstem Energieüberschuss-Haus im Bestand ans Netz. Der sanierte Altbau aus dem Jahr 1938 in München Sendling ist als Energieplus-Haus vom Fraunhofer Institut für Bauphysik zertifiziert worden. Demnach wird das Haus komplett emissionsfrei und klimaneutral beheizt, über eine Luftwärmepumpe und Photovoltaik-Strom. Das Energiekonzept hat Bauherrin Ursula Foon selbst erarbeitet.

Die Photovoltaik-Anlage wird über ein Monitoring-System der smartblue AG (link is external) überwacht und ist vom Unternehmen so aufgebaut worden, dass auch Wanderschatten die Gesamtleistung nicht senken. So ist die gesamte Dachfläche des Stadthauses zur Stromerzeugung nutzbar, inklusive Gauben und Wanderschattenzonen.

Das Anlagenkonzept beinhaltet Kapillarrohr-Flächenheizung, spezielle Altbau-Lüfter mit Wärmerückgewinnung und Speicherung der Solarenergie über Pufferspeicher. Das Wärmedämm-Verbundsystem hat nahezu Passivhaus-Standard, die Fenster sind dreifach verglast. Die 21 kW-PV-Anlage deckt nicht nur den Stromverbrauch für Heizung und Warmwasser, sondern auch den Stromverbrauch aller 8 Mietparteien. Der Überschuss dient der Elektro-Mobilität oder wird eingespeist.

Die Anlage hat 21 kW Leistung und ist mit 94 Modulen auf Hauptdach und Garagendach installiert. Das entspricht etwa der Fläche vier durchschnittlicher Einfamilienhäuser. Der erwartetet Jahresertrag liegt bei rund 18.000 kWh. Ein modulgenaues Monitoring-System achtet auf den störungsfreien Betrieb.

Das Haus ist Teilnehmer am dena-Modellvorhaben Auf dem Weg zum EffizienzhausPlus (link is external) und wird von der Stadt München im Rahmen des Best Practice Programms zur Energieeinsparung (link is external) unterstützt.

Ab Anfang August kann man probewohnen. Die Wohnungen werden als Serviced Apartments (link is external) auf Zeit vermietet.

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